08.07.2017

Donaukurier: Die Großgemeinde geht komplett online

Dietfurt Was lange währt, wird endlich gut. Bis Ende des kommenden Monats soll der Breitbandausbau in Dietfurt abgeschlossen sein. Dann werden auch im hintersten Winkel und Weiler der Großgemeinde eine Zufahrt auf die Datenautobahn bekommen haben.

Wie Bürgermeisterin Carolin Braun (SPD) am Donnerstagabend mitgeteilt hat, ist die mit dem Breitbandausbau in Dietfurt beauftragte Firma Inexio dabei, letzte Arbeiten abzuwickeln. „Alle Orte gehen bis Ende August online“, so Braun.

Im September 2015 hatte sie ihre Unterschrift unter ein Vertragswerk gesetzt für eine moderne und leistungsfähige Breitbandinfrastruktur. Innerhalb von zwölf Monaten sollten 47 Kilometer Glasfaserkabel kreuz und quer durch die Gemeinde verlegt werden zu 38 von 39 Dörfern. Einzig Töging fiel heraus. Dort können die Bürgerinnen und Bürger schon seit Ende 2014 mit Höchstgeschwindigkeit im Internet surfen. Inexio hatte den größten Dietfurter Ortsteil eigenwirtschaftlich erschlossen. Im Oktober 2015 erhielt die Rathauschefin in Nürnberg von Finanzminister Markus Söder (CSU) den Förderbescheid über 940000 Euro.

Doch der zunächst anvisierte Zeitplan konnte nicht eingehalten werden, immer wieder gab es Verzögerungen, die bei Bürgerversammlungen regelmäßig angemahnt wurden. Erst in der jüngsten Bauausschusssitzung gab es in dieser Sache heftige Kritik vom Stadtrat, weil der angekündigte Termin für die Fertigstellung immer wieder nach hinten korrigiert wurde.

Nun soll es endgültig so weit sein, dass die Kunden in Dietfurt und den Vororten mit Bandbreiten von bis zu 100 Megabits in der Sekunde ins Netz können. Das habe das Unternehmen aktuell mitgeteilt, so Braun.

„Die Arbeiten sind bereits sehr weit vorangeschritten“, bestätigt auch Thomas Schommer, Sprecher des Unternehmens. „Die Tiefbauarbeiten sind weitgehend abgeschlossen, die Glasfaserkabel sind eingezogen und die Aktivtechnik in vielen Orten bereits installiert. Jetzt sind noch letzte Feinarbeiten zu erledigen und die Abnahme der neuen Standorte muss erfolgen. In den nächsten Wochen werden wir dann nach und nach die Orte in Betrieb nehmen können.“ Rund 1400 Haushalte können von dem Breitbandausbau profitieren. In den Gebieten, in denen das Unternehmen das Glasfaserkabel bis an den Hausanschluss verlegt, sind in Zukunft damit Bandbreiten bis in den Gigabit-Bereich möglich, in den anderen Ortsteilen werden Bandbreiten von bis zu 100 Megabits pro Sekunde zur Verfügung stehen.

Ausdrücklich bedauerte Schommer noch einmal die aufgetretenen Verzögerungen. „Unser Ziel ist es, den Menschen die schnellen Anschlüsse ins Internet so schnell als möglich bereitzustellen. Leider sind mit dem nachhaltigen, erdkabelgebundenen Ausbau auch immer Unwägbarkeiten verbunden, die zu Verzögerungen führen können. Dies bedauern wir sehr, wissen wir doch, wie sehr die Menschen auf die leistungsfähigen Anschlüsse warten.“

Sobald die einzelnen Ortsteile nun online geschaltet sind, werde Inexio – je nach Restlaufzeit der bestehenden Verträge – die Anschlüsse der Kunden auf das neue Netz übernehmen. In diesem Zusammenhang weist das Unternehmen noch einmal darauf hin, dass die Kunden den Anschluss nicht selbst kündigen sollen. Denn dann drohe der Verlust der bisherigen Rufnummer. Besser sei es, das Unternehmen mit dem „Umzug“ der Leitung zu beauftragen.

Inexio hat zudem angekündigt, nach Onlineschaltung vor Ort Beratungsveranstaltungen anzubieten, bei denen sich interessierte Bürgerinnen und Bürger informieren lassen können.

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