05.10.2017

Saarbrücker Zeitung: Spatenstich für flächendeckendes Netz

In Dörrenbach fiel der Startschuss für den flächendeckenden Breitbandausbau im Landkreis St. Wendel.

Dörrenbach Vertreter des Zweckverbandes eGo-Saar, der Staatskanzlei, des Landkreises, der Kommunen und des Telekommunikationsunternehmen inexio haben kürzlich in St. Wendel-Dörrenbach den ersten Spatenstich im Breitbandausbauprojekt „NGA-Netzausbau Saar“ im Landkreis St.Wendel vorgenommen. In den kommenden Monaten werden laut eGo-Saar in rund 200 Ortsteilen landesweit Baumaßnahmen beginnen, die eine nahezu flächendeckende Versorgung des Saarlandes mit schnellem Internet sicherstellen werden – auch im Landkreis St. Wendel. „Der Ausbau von leistungsfähigen Telekommunikationsnetzen ist eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben. Moderne Technik ist gerade für den ländlichen Raum und die Zukunft unserer Dörfer von existenziell wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Bedeutung, um Landflucht einzudämmen und auf Augenhöhe mit Ballungsräumen zu sein“, sagte Landrat Udo Recktenwald (CDU) beim Spatenstich. Und weiter: „Das Dorf und damit der ländliche Raum kann der Arbeits- und Lebensmittelpunkt der Zukunft sein. Dass jetzt auch schon sehr schnell im Landkreis St. Wendel mit dem Ausbau von unterversorgten Bereichen begonnen wird, freut mich besonders“.

Am 18. Mai dieses Jahres hatte der eGo-Saar die drei Telekommunikationsunternehmen Deutsche Telekom, VSE NET und inexio nach eigenen Angaben mit der Erschließung der noch unterversorgten „weißen Flecken“ im Saarland beauftragt. Nachdem die Firmen in den vergangenen Monaten die Feinplanungen weitläufig vorgenommen, erste Aufträge für die erforderlichen Tiefbauarbeiten vergeben und die dazu notwendigen Genehmigungen eingeholt haben, sollen nun die eigentlichen Baumaßnahmen starten.  Damit werde der Breitbandausbau im Projekt NGA-Netzausbau Saar für die Bürger erstmals konkret greifbar.

In den Ausbau im Landkreis St. Wendel investiert die inexio, die mit der Erschließung der weißen Flecken in diesem Landkreis beauftragt wurde, mehr als fünf Millionen Euro, heißt es in einer entsprechenden Pressemitteilung. Das Ausbaugebiet im Landkreis umfasst demnach rund 7000 Haushalte und Unternehmensstandorte in insgesamt 28 Orts- und Stadtteilen. inexio wird 60 neue Endkunden-Zugangsknoten aufbauen, die über eine Strecke von 50 Kilometern mit neuen Glasfaserkabeln an das Kernnetz angebunden werden.

Am Beginn der umfassenden Baumaßnahme steht der St. Wendeler Stadtteil Dörrenbach, der aufgrund seiner ländlichen Prägung bislang unterversorgt ist. In Dörrenbach möchte inexio die modernen Netze nach derzeitiger Planung bereits bis Ende des Jahres in Betrieb nehmen. Die restlichen „weißen Flecken“ im Landkreis werden dann im Laufe des kommenden Jahres folgen, heißt es. „Insbesondere für den ländlichen Raum ist der Netzausbau im Rahmen des gemeinsamen Projektes von Staatskanzlei und eGo-Saar außerordentlich wichtig, da viele Orte beim rein marktgetriebenen Netzausbau im digitalen Zeitalter abgehängt würden. Überließe man sie allein dem Markt, würde Immobilien im ländlichen Raum ein erheblicher Werteverlust drohen, insbesondere, wenn leistungsfähige Breitbandanschlüsse nicht verfügbar sind. Diesen drohenden Nachteil wollen wir verhindern“, erklärt der stellvertretende Verbandsvorsitzende des eGo-Saar, Neunkirchens Bürgermeister Jörg Aumann (SPD).

Seit der Gründung im Jahr 2007 hat inexio nach Angaben eGo-Saar bundesweit eine eigene Telekommunikations-Infrastruktur mit mehr als 6000 Kilometer Glasfaserkabel aufgebaut. Rund 4000 gewerbliche und mehr als 85 000 private Kunden nutzen demnach Angebote von inexio. „Wir bauen schon seit einigen Jahren immer wieder unterversorgte Bereiche im Saarland ohne staatliche Förderung mit unserer leistungsfähigen Technik aus. Durch die sinnvolle Zusammenfassung von unterversorgten Gebieten auf Landkreisebene, war es uns möglich, das beste Angebot bei der Ausschreibung abzugeben. Das heißt, wir werden in den nächsten 15 Monaten die verbliebenen Versorgungslücken im Landkreis St. Wendel ohne Zuschuss ans schnelle Glasfasernetz anbinden“, verspricht Thorsten Klein, Geschäftsführer von inexio.

In der derzeitigen Ausbaustufe werde die Glasfaser zunächst an zentrale Netzknoten in der Nähe der zu versorgenden Gebäude geführt. Dies ermögliche eine Anbindung der einzelnen Haushalte und Unternehmen mit Bandbreiten zwischen 50 und 100 Megabit pro Sekunde. Durch moderne Verlegetechniken und der Mitnutzung bestehender Infrastruktur sollen die damit einhergehenden Verkehrsbeeinträchtigungen vor Ort minimal ausfallen und nur über kurze Zeit bestehen.

inexio biete in allen Orten eine eigene Informationsveranstaltung an, bei der die Bürgerinnen und Bürger ausführlich über den Ausbau informiert werden. Im Anschluss sollen die Anwohner und Unternehmen die Möglichkeit haben, in örtlichen Beratungsveranstaltungen individuelle Fragen zu klären und gegebenenfalls einen Anschluss zu buchen.

www.myquix.de/Infotermine

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