21.07.2018

Die Rheinpfalz: „Schnelles Internet für alle“

Südliche Weinstrasse: Landkreis schließt Vertrag mit Inexio für flächendeckenden Breitbandausbau – Start voraussichtlich im Oktober

Der flächendeckende Breitbandausbau im Kreis Südliche Weinstraße nimmt Formen an. Gestern hat Landrat Dietmar Seefeldt mit Inexio einen Vertrag unterzeichnet. Die Firma will bis Ende kommenden Jahres rund 6000 Haushalte mit schnellem Internet versorgen, die bisher nur auf Datenraten von weniger als 30 Megabit pro Sekunde zurückgreifen können.

„Das ist ein Meilenstein für den Landkreis“, sagte Seefeldt gestern bei einer Pressekonferenz in der Kreisverwaltung. Mit dem flächendeckenden Breitbandausbau würden Versorgungslücken mit schnellem Internet an der Südlichen Weinstraße geschlossen. „Wir gehen auch in die entlegensten Bereiche. Wir wollen schnelles Internet für alle“, betonte der Christdemokrat. Das langfristige Ziel sei jedoch die Versorgung aller Haushalte mit Glasfaserkabel, das wiederum wesentlich höhere Datenraten ermöglicht. Doch das sei nur schrittweise zu erreichen.Die saarländische Firma Inexio will voraussichtlich im Oktober mit dem Ausbau beginnen. Bis Ende kommenden Jahres sollen dann rund 6000 Haushalte mit schnellem Internet – also einer Übertragungsleistung von mindestens 50 Megabit pro Sekunde – versorgt und rund 50 Schulen mit einem Glasfaseranschluss versehen werden.

Die Firma wird in allen Verbandsgemeinden Leerrohre und Glasfaserkabel verlegen – und das auf einer Gesamtlänge von 295 Kilometern. Es wird in fast allen betroffenen Orten Informationsveranstaltungen geben, bevor die jeweiligen Arbeiten beginnen, wie Inexio-Geschäftsführer Thorsten Klein gestern betonte. Die Regel laute erfahrungsgemäß so: Je ländlicher eine Gemeinde gelegen ist, desto schlechter versorgt ist sie mit schnellem Internet.

Der Kreis habe sich früh um einen flächendeckenden Ausbau bemüht, was ihm nun zugute komme. Andere Kreise stünden erst am Anfang. Klein kündigte auch an, einen Hybrid-Ausbau in jedem Ausbaugebiet prüfen zu wollen. Heißt: Manche Hausbesitzer könnten auch die Möglichkeit bekommen, sich kostenpflichtig einen Glasfaseranschluss legen zu lassen. Dann wären Datenraten von rund einem Gigabit pro Sekunde möglich. Diese Chance besteht eventuell auch, wenn die Gebäude nicht zu den 6000 Adressen zählen, die schnelles Internet bekommen, aber direkt an einer Ausbautrasse liegen. Es werde immer eine Einzelfallprüfung geben, sagte Klein. Die Bewohner aller betroffenen Gebäude würden von Inexio persönlich oder postalisch informiert. „Glasfaser kann man nicht bestellen“, der Ausbau gehe immer nur Schritt für Schritt.

Wie berichtet, investiert Inexio rund 18,5 Millionen Euro in das Projekt. Etwa 10,8 Millionen Euro bekommt die Firma von Bund, Land und Kreis. Bund und Land tragen 90 Prozent der Zuschusskosten. Der Ausbau hatte sich immer wieder verzögert, weil Zuschüsse nicht pünktlich geflossen waren.

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