13.07.2018

Leipziger Volkszeitung: Thräna surft mit Höchstgeschwindigkeit

Die Zeiten des langsamen Internets in Thräna sind vorbei: Mit der Inbetriebnahme des neuen Glasfasernetzes stehen den Kunden Bandbreiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde zur Verfügung.

Eine Seite im Internet öffnen, Videos ansehen oder E-Mails versenden, darüber bekamen die Thränaer manchmal graue Haare. „Eine Katastrophe“, sagt Ines Graichen, Stadträtin für die Linken in Borna, aus eigener Erfahrung. Schon eine PDF-Datei zu öffnen, grenzte an ein Abenteuer und bis eine Seite vollständig geladen war, konnte man seelenruhig einen Kaffee trinken oder baden gehen.

Nun geht es schnell in Thräna

Ab sofort geht alles schneller. „Für Thräna öffnet sich eine ganz andere Welt des Internets“, versprach am Montag Enrico Hesse von dem Telekommunikationsunternehmen Inexio aus Saarlouis (Saarland). Zusammen mit der Bornaer Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) gab er den Startschuss zur Inbetriebnahme des neuen Glasfasernetzes. Damit stehen den Kunden Bandbreiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) zur Verfügung.

In den zurückliegenden zwei Jahren hatte Inexio den Netzausbau in der sächsisch-thüringischen Region Haselbach-Serbitz-Treben-Thräna auf eigene Kosten vorangetrieben. Sechs Kilometer Kabel wurden seitdem verlegt, sechs Kilometer Tiefbau bewältigt und annähernd 500 000 Euro investiert. Mittlerweile können 500 Haushalte vom schnellen Internet profitieren, allein 220 sind es in Thräna, erklärt Hesse.

Beratungsveranstaltung Ende August

Das Unternehmen habe an die drei bestehenden Kabelverzweiger Glasfaserkabel verlegt sowie drei eigene Technikstandorte installiert. Auf den letzten Metern zu den Haushalten wurde das bisherige Telefonkabel aus Kupfer verwendet. Mit dem Einsatz von Vectoring, einem speziellen Rausch-Minderungsverfahren, werden nun stabile Bandbreiten von bis zu 100 Mbit/s erreicht und gleichzeitig die Baubelastung für die Anwohner gering gehalten.

„Wer das Angebot nutzen möchte, muss Kunde bei uns werden“, sagt der Experte weiter. In den nächsten Wochen werde Inexio seine Kunden in Thräna entsprechend der Restlaufzeit ihrer bestehenden Verträge auf das neue Netz umziehen. Rechtzeitig sollen sie die neue Hardware zugesandt bekommen, wird angekündigt. Ferner bietet das 280 Mitarbeiter große Telekommunikations-Unternehmen eine Beratungsveranstaltung im Gasthof Thräna an. Termin ist der 29. August von 16 bis 19 Uhr.

„Das Internet ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken“, sagt Oberbürgermeisterin Simone Luedtke am Montag bei der offiziellen Einweihung des Ortsnetzes. „Unsere Aufgabe als Politik ist es, gemeinsam mit den Unternehmen dafür zu sorgen, dass alle Menschen in unserem Land einen leistungsfähigen Zugang zum Netz haben. In Thräna ist das dank des Engagements von inexio gelungen.“

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